Tunnelball

Ein weicher Ball rollt durch einen Tunnel aus Kinderbeinen. Beim Tunnelball stimmen die Kinder ihre Abstände ab, geben den Ball gemeinsam weiter und wechseln anschließend die Position. Der Ball wird gerollt, niemand krabbelt unter anderen hindurch.

Das Spiel auf einen Blick

  • Kategorie: Ballspiel
  • Alter: 3–6 Jahre
  • Gruppengröße: 4–10 Kinder
  • Ort: drinnen auf freier ebener Fläche
  • Material: ein größerer weicher Ball; zwei Bodenmarkierungen optional
  • Förderziel: Koordination und Zusammenarbeit
  • Dauer: 5–10 Minuten
  • Schwierigkeit: leicht
  • Morgenkreis geeignet: Nein
  • Vorschule geeignet: Ja

Spielziel

Der Ball soll vom Anfang bis zum Ende einer Reihe gelangen. Die Kinder passen ihre Stellung an, helfen bei einem seitlich ausrollenden Ball und nehmen nacheinander unterschiedliche Positionen ein. Ein gemeinsamer gelungener Durchgang zählt mehr als Geschwindigkeit.

Vorbereitung und Material

Wähle einen weichen Ball, der zwischen locker geöffneten Beinen hindurchpasst. Vier bis sechs Kinder stellen sich hintereinander auf; bei einer größeren Gruppe entstehen zwei kurze Reihen. Zwischen den Kindern bleibt so viel Abstand, dass niemand an die Person davor stößt. Zeige zuerst mit zwei Freiwilligen, wie der Ball langsam durch den Tunnel rollt.

Spielablauf Schritt für Schritt

1. Tunnel bilden: Alle stehen bequem mit etwas geöffneten Beinen. Die Hände bleiben zunächst am eigenen Körper.
2. Ball starten: Das erste Kind rollt den Ball mit beiden Händen durch den Tunnel. Es wartet mit dem Start, bis das letzte Kind bereit ist.
3. Gemeinsam helfen: Rollt der Ball zur Seite, hebt das nächststehende Kind ihn auf und setzt ihn an dieser Stelle wieder in die Reihe. Niemand muss ganz von vorn beginnen.
4. Platz wechseln: Das letzte Kind nimmt den Ball auf, geht außen an der Reihe vorbei nach vorn und beginnt den nächsten Durchgang. Die übrigen bleiben stehen.
5. Beenden: Spielt so lange, bis jedes Kind einmal vorn stand. Danach setzt ihr euch im Kreis und rollt den Ball einmal herum.

Pädagogischer Mehrwert

Die Kinder sehen unmittelbar, wie ihre eigene Position den gemeinsamen Tunnel verändert. Ein größerer Abstand macht das Rollen leichter, ein schiefer Stand kann den Ball ablenken. Frage: „Was können wir verändern, damit der Ball besser durchkommt?“ Lasst eine Idee ausprobieren und vergleicht den nächsten Durchgang.

Spielvarianten

Zu zweit beginnen: Ein Kind rollt, ein anderes nimmt den Ball hinter einer einzigen Tunnelöffnung an. Erst danach wächst die Reihe.
Ohne Beintunnel: Sitzt auf Stühlen im Kreis und rollt den Ball über eine freie Strecke zum nächsten Kind. So können Kinder mit unterschiedlichen Bewegungsmöglichkeiten gemeinsam spielen.
Mit Richtung: Ein weicher Zielbereich hinter der Reihe zeigt, wo der Ball ankommen soll. Ein Tor ist nicht nötig.

Praxistipp zur Ballwahl

Ein sehr kleiner oder hart aufgepumpter Ball ist für den Einstieg oft schwerer zu kontrollieren. Teste vorab, ob ein langsamer Schubs für die Länge der Reihe genügt. Kommt der Ball nicht durch, verkürzt ihr zuerst den Tunnel, statt kräftiger zu werfen.

Sicherheitshinweise

Der Ball bleibt am Boden. Niemand legt sich in den Tunnel oder zieht an den Beinen anderer. Beim Außenweg wird gegangen. Kinder dürfen ihre Standposition verändern oder eine andere Rolle wählen, wenn ihnen die Haltung unangenehm ist.

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