Beim Zickzack bewegen sich Kinder in einem einfachen Slalom um gut sichtbare Markierungen. Sie üben Kurven und Richtungswechsel zunächst im Gehtempo. Start und Ziel liegen auseinander, damit der Rückweg frei bleibt.
Das Spiel auf einen Blick
- Kategorie: Bewegungsparcours
- Alter: 3–6 Jahre
- Gruppengröße: 3–8 Kinder
- Ort: drinnen oder draußen auf ebener Fläche
- Material: vier bis sechs flache Bodenmarkierungen oder weiche Hütchen
- Förderziel: Richtungswechsel und räumliche Orientierung
- Dauer: 5–10 Minuten
- Schwierigkeit: leicht
- Morgenkreis geeignet: Nein
- Vorschule geeignet: Ja
Spielziel
Die Kinder folgen einem wechselnden Weg, ohne Markierungen oder andere Kinder zu berühren. Sie entscheiden, wo sie eine Kurve beginnen und wie viel Platz sie brauchen. Die Aufgabe ist ein kontrollierter Weg; Zeiten werden nicht verglichen.
Vorbereitung des Slaloms
Stelle vier bis sechs weiche Markierungen in einer geraden Reihe auf. Beginne mit ungefähr anderthalb bis zwei Metern Abstand und vergrößere ihn, wenn die Kinder mehr Platz brauchen. Markiere den Start vor der ersten und das Ziel hinter der letzten Markierung. Zeige seitlich daneben einen getrennten Rückweg. Starte mit einem kurzen Probedurchgang.
Spielablauf Schritt für Schritt
1. Weg entdecken: Gehe den Slalom einmal vor. Sprich dazu „auf dieser Seite vorbei, dann auf der anderen“ und zeige die Kurven deutlich.
2. Einzeln starten: Das erste Kind geht los. Das nächste wartet, bis das Kind vor ihm die zweite Markierung erreicht hat und genügend Abstand entstanden ist.
3. Kurven gehen: Jedes Kind umrundet die Markierungen abwechselnd links und rechts. Wer eine auslässt, darf weitergehen und probiert es in der nächsten Runde erneut.
4. Außen zurück: Hinter der letzten Markierung geht das Kind über den getrennten Rückweg zum Start.
5. Gemeinsam verändern: Nach zwei Durchgängen fragt ihr, ob die Kurven weit genug sind. Verschiebt gemeinsam eine Markierung und probiert den neuen Weg.
Pädagogischer Mehrwert
Am Slalom lassen sich Wege und Abstände konkret besprechen. Manche Kinder drehen den ganzen Körper früh ein, andere machen viele kleine Schritte. Beide Lösungen dürfen funktionieren. Beobachte, ob ein Kind eher die Reihenfolge der Kurven oder das Warten am Start unterstützt haben möchte.
Spielvarianten
Einfacher: Nutze nur drei Markierungen und begleite das Kind seitlich, ohne seinen Weg zu kreuzen.
Mit Partner: Zwei Kinder gehen nacheinander mit Abstand und verabreden ein langsames gemeinsames Tempo. Sie müssen sich nicht an den Händen halten.
Für geübte Kinder: Eine Runde wird auf Zehenspitzen oder mit besonders großen Kurven gegangen. Ändere jeweils nur eine Aufgabe.
Praxistipp: die Wegseite sichtbar machen
Lege für den ersten Durchgang zusätzliche flache Pfeile an die Kurven oder gehe vor einem Kind her. „Links“ und „rechts“ müssen noch nicht sicher benannt werden können. Entferne die Hilfen schrittweise, sobald der Weg vertraut ist.
Sicherheitshinweise
Verwende keine Glasflaschen oder harten, hochstehenden Hindernisse. Sichere lose Matten und Klebebandkanten. Es wird nicht überholt. Wähle bei wenig Platz weniger Markierungen statt engerer Kurven; ein rollendes oder gehendes Kind muss ausreichend Wendefläche haben.
