Inhaltsverzeichnis anzeigen
Acht Weihnachtsfingerspiele mit kurzen Reimen und einfachen Gesten: Stern, Päckchen, Glocke und Tannenbaum werden mit den Händen lebendig. Für Kinder ab etwa drei Jahren reicht zunächst ein Reim mit zwei oder drei Wiederholungen. Eine Runde dauert etwa fünf Minuten.
Zeige deine Hände so, dass die Kinder sie gut sehen. Sprich langsam vor und mach die Bewegungen mit. Beim nächsten Durchgang kann die Gruppe einsteigen – mit einer Geste, einem Wort oder dem ganzen Text. Eine Melodie ist nicht nötig.
So beginnst du ein neues Fingerspiel
Ein Papierstern oder ein Bild vom Tannenbaum kann den Anfang machen. Benenne den Gegenstand und beginne mit dem Reim. Erkläre nicht alle Bewegungen im Voraus; die Kinder sehen beim Vormachen, was gemeint ist.
Wenn einzelne Finger schwer zu bewegen sind, nimmt das Kind die ganze Hand. Die Gesten bleiben in einer angenehmen Höhe. Berührungen zwischen den Kindern braucht keines der Spiele.
Acht Weihnachtsfingerspiele mit Text und Bewegungen
1. Der kleine Stern
Ein kleiner Stern geht langsam auf,
wir schauen zu ihm hoch hinauf.
Er breitet seine Spitzen aus,
dann ruhen beide Hände aus.
So bewegst du die Hände: Beginne mit locker geschlossenen Händen und öffne sie langsam. Hebe den Blick etwas an, spreize die Finger und lege die Hände zum Schluss auf die Knie. Eine Hand genügt für die einfache Variante.
2. Das leise Päckchen
Ein Päckchen steht für uns bereit.
Wir nehmen uns zum Öffnen Zeit.
Die Schleife lösen wir ganz sacht.
Ein Stern darin hat uns angelacht.
So bewegst du die Hände: Zeige mit den Händen ein Päckchen. Löse mit zwei Fingern eine gedachte Schleife, öffne beide Hände wie einen Deckel und spreize die Finger zum Stern. Nach dem Reim könnt ihr überlegen, was sonst im Päckchen sein könnte.
3. Die kleine Glocke
Die kleine Glocke schwingt hin, her,
erst einmal leicht, dann etwas mehr.
Jetzt wird ihr Schwingen wieder klein.
Zum Schluss soll alles leise sein.
So bewegst du die Hände: Eine locker geschlossene Hand schwingt seitlich. Die Bewegung wird etwas größer und danach wieder kleiner. Zum Schluss legst du die Hand ab. Wer möchte, begleitet das Schwingen leise mit „ding, dong“; eine echte Glocke brauchst du nicht.
4. Die Papierkette
Ein Ring aus Papier, ein Ring kommt dazu.
Die Kette wächst weiter, ich sehe dir zu.
Wir heben sie hoch, dann sinkt sie herab.
Jetzt legen wir beide die Kette hier ab.
So bewegst du die Hände: Forme mit beiden Händen einen Kreis. Setze den nächsten gedachten Ring daneben, hebe die Hände an und senke sie langsam. Für geübte Finger können Daumen und Zeigefinger jeweils einen Ring bilden.
5. Der kleine Tannenbaum
Ein Tannenbaum steht hier im Haus.
Wir breiten seine Zweige aus.
Der Stern da oben leuchtet weit.
Wir winken ihm zur Weihnachtszeit.
So bewegst du die Hände: Halte die Hände mit den Fingerspitzen nach oben zusammen. Öffne sie seitlich zu Zweigen. Eine Hand zeigt einen Stern, die andere winkt ihm zu. Die Arme bleiben dabei so nah am Körper, dass die Nachbarkinder Platz haben.
6. Ein Wunsch in meinen Händen
Ich halte einen Wunsch bereit
und lasse mir ein wenig Zeit.
Ich wünsch mir, du spielst heut mit mir.
Drum zeig ich meinen Wunsch jetzt dir.
So bewegst du die Hände: Halte die Hände wie eine Schale zusammen. Lass eine Pause, öffne die Hände und zeige die offenen Handflächen. Danach können die Kinder eine gemeinsame Spielidee nennen oder mit einer Bewegung vormachen. Wer seinen Wunsch für sich behalten möchte, darf das.
7. Zwei Hände helfen
Die eine Hand hält etwas fest,
die andre hilft, wenn man sie lässt.
Gemeinsam tragen wir es fort
und legen es an einen Ort.
So bewegst du die Hände: Eine Hand hält einen gedachten Gegenstand, die andere kommt dazu. Bewege beide Hände gemeinsam ein Stück zur Seite und lege sie ab. Mit dem Satz „Darf ich dir helfen?“ lässt sich nach dem Reim zeigen, was „wenn man sie lässt“ bedeutet.
8. Unser Stern geht schlafen
Der Stern hat heute viel gesehn,
nun darf er langsam schlafen gehn.
Die Spitzen falten sich ganz klein,
die Hände dürfen ruhig sein.
So bewegst du die Hände: Beginne mit gespreizten Fingern. Senke die Hände, schließe die Finger locker und lege sie auf die Knie. Lass danach einen ruhigen Moment, bevor du den nächsten Schritt ankündigst.

Eine Fünf-Minuten-Runde mit zwei Sternenreimen
Zeige einen Papierstern. Sprich „Der kleine Stern“ einmal vor und wiederhole ihn mit der Gruppe. Im nächsten Durchgang entscheidet ihr: Soll der Stern ganz klein oder etwas größer werden? Die Hände zeigen den Unterschied.
Zum Ende folgt „Unser Stern geht schlafen“. Danach kündigst du an, was ihr als Nächstes macht. Beim nächsten Treffen beginnt ihr wieder mit dem bekannten Reim, bevor ein neuer dazukommt.
💡 Eine Runde ohne Worte: Wenn die Kinder einen Reim kennen, zeigst du einmal nur die Gesten. Erkennt die Gruppe ihn wieder? Anschließend sprecht ihr den Text gemeinsam.
Wörter durch Bewegungen erklären
„Spitzen“, „schwingen“ oder „Ring“ werden verständlicher, wenn die Kinder die Bewegung dazu sehen. Du kannst nach dem Reim auch an einem Papierstern oder einer Kette zeigen, was gemeint ist.
Sagt ein Kind „Die Hand geht hin und her“, greife es auf: „Ja, sie schwingt hin und her.“ Der Reim muss dafür nicht unterbrochen und nachgesprochen werden. Lass auch abgewandelte Gesten zu, solange die Kinder sich damit wohlfühlen.
Für Advent, Morgenkreis und Weihnachtsfeier
Wähle die Motive, die zu eurer Gruppe passen. „Zwei Hände helfen“ und der Wunschreim funktionieren auch ohne Weihnachtsanlass. Für eine Feier zeigst du die Gesten so, dass Familien direkt mitmachen können. Eine auswendig gelernte Einzelvorführung braucht es nicht.
Ein passender Rahmen ist das Mitmachprogramm für die Kita-Weihnachtsfeier. Weitere Themen findest du bei den Fingerspielen für den Morgenkreis und im Fingerspiele-Finder.




