Inhaltsverzeichnis anzeigen
Ein Papierstern ist verschwunden. Gemeinsam mit Mila und Ben suchen die Kinder nach ihm: Sie schauen unter einen Tisch, machen Wind mit den Händen und heben ein unsichtbares Tuch. Die Weihnachtsbewegungsgeschichte passt für Kinder von 3 bis 6 Jahren und dauert mit Bewegungspausen etwa 15 bis 20 Minuten.
Du kannst sie im Bewegungsraum erzählen oder mit der Gruppe im Sitzen spielen. Stell dir vor dem Beginn einen großen Papierstern bereit. Den zeigst du erst, wenn die Kinder ihn in der Geschichte gefunden haben.
Das brauchst du für die Sternensuche
Ein Papierstern und ein leichtes Tuch reichen für die Runde am Platz. Wenn die Kinder durch den Raum gehen sollen, markierst du einen kurzen Weg mit vier rutschfest befestigten Papierflächen. Räume den Weg vorher frei.
Rechne mit etwa drei Minuten zum Ankommen und Vormachen, zehn bis zwölf Minuten für die Geschichte und einer kurzen Abschlussrunde. Lies langsam genug, dass die Kinder ihre Bewegungen zu Ende machen können.
Vier Bewegungen zum Ausprobieren
- Schauen: Eine Hand über die Augenbrauen halten und den Blick nach links und rechts wenden.
- Gehen: Kleine Schritte am Platz machen. Im Sitzen gehen zwei Finger über die Knie.
- Warten: Beide Hände ablegen.
- Stern: Die Finger öffnen und spreizen.
Mach die Gesten einmal vor. Weitere Bewegungen ergeben sich aus dem Vorlesen. Die Kinder dürfen sie so klein oder groß zeigen, wie es für sie angenehm ist.
Der verschwundene Stern: Vorlesetext mit Bewegungen
Die Hinweise in Klammern kannst du mitsprechen und vormachen.
Wo ist unser Stern?
„Heute hängen wir unseren Stern ans Fenster“, sagt Mila. Gestern haben die Kinder ihn gemeinsam bemalt: gelbe Spitzen, blaue Punkte und einen dicken roten Strich. Ben trägt schon die Klebestreifen zum Tisch. Aber der Tisch ist leer.
„Hier lag er doch!“ Mila schaut nach links. Ben schaut nach rechts. Beide sehen unter den Tisch. Kein Stern. (Nach links, rechts und unten schauen.)
Neben der Tür liegt ein gelber Papierstreifen. Ein Stück weiter noch einer. „Vielleicht führt uns das zum Stern“, sagt Ben. Vorsichtig gehen die Kinder los. Kleine Schritte, einer nach dem anderen. Am Ende des Papierwegs bleiben sie stehen. (Schritte am Platz oder mit den Fingern machen, dann Hände ablegen.)
War es der Wind?
Dort liegt ein zusammengefaltetes Tuch. Mila hebt eine Ecke hoch. Darunter steckt eine Karte mit einem offenen Fenster. „Gestern war unser Fenster offen“, erinnert sich Ben. „Vielleicht hat der Wind den Stern vom Tisch gepustet.“
Die Kinder machen Wind. Erst zittern nur die Fingerspitzen, dann schwingen die Hände hin und her. Hui! Ein letzter Windstoß – und schon ist es wieder still. (Finger bewegen, Hände schwingen lassen, dann ablegen.)
„Wo könnte er gelandet sein?“, fragt Mila. Unter dem Tisch haben sie schon geschaut. Hinter dem Regal vielleicht? Oder neben der Bücherkiste? (Zwei Vorschläge der Gruppe aufgreifen.)
Eine Ecke blitzt hervor
Ben möchte zwischen zwei Stühlen hindurch. Mila steht direkt neben ihm. „Geh du zuerst“, sagt sie und wartet, bis der Weg frei ist. Dann folgt sie ihm. (Zwei Finger durch einen schmalen Weg zwischen den Händen gehen lassen.)
Hinter dem Regal sieht Ben etwas Blaues. Er schaut genauer hin. Es ist ein Papierschnipsel. „Unser Stern ist viel größer.“ Mit beiden Händen zeigt er, wie groß. (Hände öffnen und auseinanderführen.)
Mila geht ein wenig in die Knie. Ben schaut von der Seite. Auch vom Stuhl aus kann man nach unten sehen. Da entdeckt Mila neben der Bücherkiste eine rote Spitze. Über ihr hängt ein Tuch. „Ben, komm mal! Ich glaube, hier ist er!“ (Den Blick nach unten oder zur Seite wenden.)
Beide nehmen eine Seite des Tuchs. „Bereit?“ Ben nickt. „Eins, zwei, drei!“ Gemeinsam heben sie es langsam an. (Mit beiden Händen das Anheben nachmachen.)

Gefunden!
Da liegt er: gelbe Spitzen, blaue Punkte und der dicke rote Strich. Nur eine Spitze ist umgeknickt. Ben hält den Stern fest, während Mila die Ecke vorsichtig öffnet. (Eine Hand ruhig halten, mit der anderen behutsam darüberstreichen.)
„Ans offene Fenster kommt er lieber nicht mehr“, sagt Ben. Mila zeigt auf die Wand neben der Tür. Dort können alle ihn sehen. Die Fachkraft befestigt den Stern. Die Kinder öffnen ihre Hände und lassen ihre Finger wie Sternspitzen strahlen. (Finger spreizen, dann Hände auf die Knie legen.)
„Was für eine Suche!“ Mila setzt sich. Ben schaut noch einmal zum Stern. „Morgen wissen wir, wo du bist.“
So bleibt die Gruppe bei der Geschichte
Halte nach einer Bewegungsanweisung kurz inne. Besonders beim Wind dürfen die Kinder erst ausprobieren, bevor du weiterliest. Bei der Frage nach dem Versteck reichen zwei Vorschläge, damit die Suche weitergehen kann.
💡 Wenn es zu viel wird: Lass zusätzliche Gesten weg und nutze nur Schauen, Gehen, Warten und Stern. In einer sitzenden Runde bleiben die Fingerwege auf den eigenen Knien.
Für jüngere Kinder und für eine zweite Runde
Bei jüngeren Kindern kannst du den Papierstreifen und den blauen Schnipsel überspringen: Der Stern fehlt, der Wind wird ausprobiert, die Kinder entdecken die rote Spitze und heben das Tuch. So bleibt die Handlung auch in einer kurzen Runde verständlich.
Kennt die Gruppe die Geschichte schon, dürfen die Kinder vorhersagen, welche Bewegung als Nächstes kommt. Oder ein Kind zeigt den Wind und die anderen machen ihn nach. Kostüme und Musik brauchst du dafür nicht.
Eine Frage zum Schluss
Zeig den vorbereiteten Stern und frage: „Wo hätten wir noch suchen können?“ Vielleicht möchte die Gruppe am nächsten Tag selbst eine kleine Suchgeschichte erfinden. Ein Kind wählt einen Gegenstand, die anderen schlagen Verstecke und Bewegungen vor.
Für eine Feier mit Familien kannst du die Geschichte auf die Suche, den Wind und den Fund kürzen. Dazu passt der Ablauf für eine Weihnachtsfeier im Kindergarten. Weitere einzelne Ideen findest du im Bewegungsspiele-Finder und im Beitrag über Bewegungsspiele im Kindergarten.




